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Vom 11. bis 14. Oktober waren über 100 Delegierte von Pride- und CSD-Organisatoren weltweit für ihre Jahreskonferenz in Zürich. Der CSD Zürich hat als Gastgeber nicht nur eine gut organisierte Konferenz durchgeführt, sondern auch für Zürich und die Schweiz perfekte Werbung betrieben. Einmal jährlich treffen sich Delegierte aller in der InterPride zusammengeschlossenen Pride- und CSD-Organisatoren zu einer Konferenz. Dieser Anlass ist für die InterPride ein Treffen mit einer Vielzahl wertvoller Gespräche und für den gastgebenden Verein eine Gelegenheit, die eigene lesbischwule Gemeinschaft und Stadt zu präsentieren. Obwohl in der InterPride Organisationen aus der ganzen Welt zusammengeschlossen sind, fanden die bisherigen Konferenzen meistens in den USA statt. Grund genug für den CSD Zürich, im Rahmen seiner Bemühungen, Zürich und die Schweiz als lesbischwule Destination noch bekannter und beliebter zu machen, neben der EuroPride 09 auch die InterPride nach Zürich zu holen. Die Erwartungen an den Gastgeber und an Zürich waren gross und wurden, was aufgrund unzähliger euphorischer Rückmeldungen zeigen, mehr als erfüllt. Globale Politik und bewegende MomenteDas Hauptziel der InterPride ist letztlich der Kampf für die Rechte lesbischwuler Menschen weltweit. In den Versammlungen gab es viele bewegende Momente, wenn auch noch so kleine Erfolge gefeiert werden konnten. Es gab aber leider auch Momente grosser Bestürzung, wenn zum Beispiel mit Filmen aufgezeigt wird, wie lesbischwule Menschen in Russland von Polizei und Behörden nicht nur schikaniert, sondern misshandelt werden. Für diesen Austausch und mögliche politische Aktionen bietet die InterPride den Delegierten in benachteiligter Situation die Gelegenheit, Unterstützung zu erhalten. Von Partnerschaft und SchminkeNeben den eigentlichen Versammlungen hat der CSD Zürich ein umfangreiches Programm an Workshops zusammenstellen können. Gastreferenten aber auch „eigene“ Mitglieder haben die Gelegenheit genutzt, ihr Wissen mit den internationalen Gästen zu teilen. In einem Workshop wurde aufgezeigt, wie in der Schweiz der Kampf um die eingetragene Partnerschaft gefochten und letztlich gewonnen wurde. In einem anderen ging es um handfeste Schminktipps. Auf jedem Fall herrschte im Konferenzzentrum des Swissôtels in Zürich Oerlikon ein buntes Treiben zwischen den einzelnen Gruppenräumen. Lindenhof und Kapellbrücke rauf und runterDie „Kür“ einer jeden InterPride-Konferenz ist für den Gastgeber die Gelegenheit, die eigene Stadt und ihre Gay-Community in bestes Licht zu rücken und einem internationalen Publikum mit grossem Multiplikatoreneffekt vorzustellen. Der CSD Zürich hat das auf mehreren gut besuchten Stadtführungen durch die Innenstadt mit Halt an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten gemacht. Daneben gab es ein umfangreiches „Damenprogramm“, bei dem den mitgereisten Partnern und Eltern fast rund um die Uhr etwas geboten wurde. Sogar ein Ausflug nach Luzern mit Besichtigung der Sehenswürdigkeiten und ausgiebigem Einkaufen von Schokolade und anderen Spezialitäten wurde organisiert. Gediegenes und SchweizerischesDie Höhepunkte waren unbestritten die beiden grossen Abendessen. Das traditionell vorgeschriebe formale Essen fand in mittelalterlichem Ambiente im Zunfthaus zur Schmide statt. Über hundert Gäste genossen einen tadellosen Service und die ausgezeichnete Küche. Mit dem zweiten Abendessen im „Chnusperhüsli“ auf der Buchenegg hat der Gastgeber die Herzen im Sturm erobert. Das ländliche Ambiente mit Holzbalken und Poulet im Körbchen fand schon begeisterte Zustimmung. Das Showprogramm mit Akkordeon- und Geissglockenspieler wurde in der Folge frenetisch gefeiert. Der CSD Zürich hat es sich zudem nicht nehmen lassen, sich mit einer Travstieshow rund um „Ne partez pas sans moi“ bei Kanada und den kanadischen Gästen – mit einem einem Augenzwinkern – für den Sieg der Schweiz am Eurovision Song Contest 1988 dank Céline Dion zu bedanken. Grosser Aufwand mit grosser WirkungDie Organisation der InterPride-Konferenz war nur möglich dank einem grossen Einsatz vieler: dank den Organisatoren aus dem Verein selbst, die viele Wochen im Vorfeld schon und am Wochenende selbst fast rund um die Uhr gearbeitet haben, und dank vielen Partnern wie der Stadt und dem Kanton Zürich, IBM, Network, LOS, Pink Cross, Club Mondial und Cranberry Bar-Team, die uns finanziell und tatkräftig unterstützt haben. Dass der Einsatz nicht umsonst war, zeigte die lang anhaltende stehende Ovation, die der CSD Zürich zum Abschluss der Konferenz als Dank für die Durchführung dieser Konferenz entgegennehmen konnte.
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